Memmingen (rad). Kurz vor Mittag des 27. Juli 2013 wurde es dem Volke verkündet – der neue Fischerkönig Memmingens heißt Dieter I, der Waldgeist. Unter großem Jubel ist er traditionell in die vollbesetzte Stadionhalle eingezogen.
2.530 Gramm wiegt die Siegerforelle 2013 – zugegeben an die über 3.000 Gramm vom Vorjahr kam sie nicht ganz ran. Aber egal, is’ ohnehn jetzt Geschichte. Der neue Memminger Fischerkönig heißt mit bürgerlichem Namen Dieter Osterrieder, ist 49 Jahre alt – ihm ist die Forelle an der Hasenbrücke gefangen. Eigentlich wollte der nach sieben Fischen im Bären schon aufhören, aber „ich hab mir gedacht, einmal juck ich noch rein. Und dann hab’ ich sofort gewußt, das ist ein ganz Guter“, erzählt der neue Regent, für den damit ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen ist.
Ach ja, verspeisen durfte der neue König seine Forelle nicht, die sei ganz nach Tradition an ein verdientes Vereinsmitglied weitergereicht worden. Und noch was aus der Tradition des nun schon 440 Jahre alten Heimatfestes – die bislang schwerste Königsforelle wog 4.750 Gramm – die leichteste 800 Gramm.
Alles nach Vorschrift – keiner wurde “verdappt”, aber PETA fällt negativ auf
Übrigens ging alles völlig nach den tierschutzrechtlichen Vorschriften von statten – es wurde kein Fisch “verdappt” (auf deutsch: totgetreten) und bevor einer der Forellen an “Burn Out” leidet, wurde er tierschutzgerecht von seinem irdischen, bzw. nautischem Dasein befreit. Aber die Tierschutzorganisatzion PETA fiel negativ auf – ohne Erlaubnis sind einige Mitglieder (auch Frauen) einfach in den Bach mit gesprungen und wollten damit das traditionelle Fest stören. Was ihnen laut den Fischern eher nicht gelungen sei...
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