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Eishockey

Toller Auftritt der GEFRO-Indians wird nicht belohnt

ECDC hadert in Hannover mit Chancenverwertung und der Glücksgöttin

veröffentlicht am 04.03.2025
Hann Ind 2 1

Es war eine hartumkämpfte Partie in allen Bereichen, hier beharken sich Memmingens Sven Schirrmacher und Justin Salmin. Bildschirmfoto: Radeck/sprade.tv

Hannover (rad). Die Reise an den Pferdeturm nach Hannover war für die GEFRO-Indians nicht von Erfolg gekrönt. Trotz einer sehr engagierten Leistung unterlagen sie bei den Hannover Indians mit 2:3 (1:1/0:2/1:0), haderten vor über 4.000 Fans dabei mit der eigenen Abschlußschwäche und auch mit der Glücksgöttin, die nicht nur einmal den Gastgebern hilfreich zur Seite stand. Damit steht's in der Serie 1:1.

Die Indians mußten auf den erkrankten Pascal Dopatka verzichten, dafür war der zuletzt gesperrte Jayden Schubert wieder mit dabei. Bei Hannover fehlten der angeschlagene Igor Bacek sowie Julian Wäser nach seiner Spieldauerstrafe vom Sonntag.

Auf der für die Memminger ungewohnten, engen Spielfläche erwischten die GEFRO-Indians einen Traumstart. Tobi Meier war im Nachschuß erfolgreich, nachdem Hannovers Goalie Timo Herden den Versuch von Jayden Schubert nach vorn prallen ließ. Hannover drängte in der temporeichen Anfangsphase auf den schnellen Ausgleich, scheiterte aber im ersten Powerplay am guten Unterzahlspiel der Memminger. Die GEFRO-Indians hatten die Partie im Griff, zeigten in ihrem ersten Überzahlspiel ein durchaus ansehnliches, aber torloses Powerplay. Wie aus dem Nichts kamen die Hausherren zum Ausgleich - in Überzahl lenkte Dennis Palka die Scheibe ins Tor zum 1:1 (18.). Glücklich für die Hausherren, auch, weil die Strafe gegen Patrick Kurz wegen Spielverzögerung völlig überzogen war.

Die Memminger begannen auch den zweiten Durchgang druckvoll, wurden aber wieder kalt erwischt. Hannover im Abschluß glücklicher, Tim Krüger wollte die Scheibe nur vor's Tor spielen, traf aber irgendwie zwischen Pfosten und Bastian Flott-Kucis zum 2:1 (23.). Und stellte die Partie damit auf den Kopf.

Glücksgöttin als Hannover-Fan

Nun beide Mannschaften mit guten Möglichkeiten, die Indians aus dem Süden aber mit mehr und den besseren, sie haderten ein wenig mit dem Abschlußglück. Anders die Gastgeber, Jussi Petersen zog ab und traf genau über die Schulter von Bastian Flott-Kucis in den Winkel zum 3:1 (30.). Was den Hausherren viel Schub und Selbstvertrauen gab, andererseits leisteten sich die Memminger nun auch einige Strafzeiten. Dennoch, das Dusel war bis zu diesem Zeitpunkt und auch in einem Überzahlspiel kurz vor Drittelende nicht auf Memminger Seite - die Glücksgöttin trug eindeutig das Trikot der Gastgeber. Was sich auch in einer erneut völlig überzogenen Fünfminuten- plus Spieldauerstrafe gegen Matej Pekr widerspiegelte.

Die Memminger überstanden die lange Unterzahl, hielten gut dagegen. Und sie zogen auch ihre Überzahlspiele gut auf, einzig das Tor trafen machten sie nicht. Scheiterten aber auch immer wieder am überragenden Timo Herden im Kasten der Niedersachsen.129 Sekunden vor dem Ende überlistete dann Tyler Spurgeon den Goalie zum 2:3 und machte die Partie wieder heiß. Aber es fehlte das nötige Quäntchen in einem wahren Krimi, der in der Schlußphase an Spannung schier nicht zu überbieten war.

Am Freitag steht die dritte Partie der Serie auf dem Plan, dann wieder in Memmingen (20 Uhr).

Mehr zu den GEFRO-Indians auch unter www.memmingen-indians.de.