
Es war die erwartet "enge" Partie, das Duell der Indianer aus Memmingen und Hannover. Hier scheiterte Memmingens Tobi Meier (in rot). Foto: Michael Geiger
Memmingen (rad). In einer spannenden und engen Partie haben die GEFRO-Indians das erste Play-Off-Achtelfinale gegen die Hannover Indians gewonnen. Vor über 3.000 Fans ging's in die Overtime, mit 3:2 (1:1/0:0/1:1/1:0) ging das erste Spiel an die Memminger.
Beide Teams konnten weitestgehend komplett antreten, die Gäste erwischten den besseren Start. Schon in der zweiten MInuten traf ausgerechnet Sebastian Christmann, der Anfang der Saison noch in Memmingen spielte, in Überzahl zum 0:1. Hannover wollte nachlegen, Memmingen brauchte eine kleine Weile, um selbst nach vorn gefährlich zu werden. Dann aber war auch Gäste-Goalie Timo Herden mehrfach gefordert, hielt aber zunächst seinen Kasten sauber. Bis zur neunten Minuten, da "klaute" Milan Pfalzer in Unterzahl Thomas Gauch die Scheibe, spielte auf den völlig freien Tyler Spurgeon und schon stands 1:1. Danach passierte toremäßig im Startdurchgang nichts mehr. Allerdings vergaben die Memminger ein beinahte zweiminütiges doppeltes Überzahlspiel. Ansonsten zeigten beide Mannschaften den Fans eine intensive Partie und forderten auch die Unparreiischen.
Zu Beginn des zweiten Durchtangs waren nun die Einheimischen näher am Führungstreffer, vergaben aber erneut numerische Überlegenheiten. Darunter war eine fünfminütige Strafe gegen Hannovers Julian Wäser nach einem üblen Bandencheck gegen Brett Schäfer. Da hatten die Memminger sogar Glück, dass die Gäste bei einem Break von Robin Palke keinen Shorthander einfingen - hier reageirte Bastian Flott-Kucis prächtig (28.) und hielt das Unentschieden in der nun recht zerfahrenen Partie fest.
Die Partie war in der Folge recht ausgeglichen, Chancen für beide Mannschaften. Getroffen haben dann die heimischen Indianer - Jack Olmstead spielte klug auf Tyler Spurgeon, der schnürte den Doppelpack (49.). Der Vorsprung hielt bis in die Schlußphase, dann leistete sich Brett Schäfer eine Fünf-Minuten-Strafe - die nutzte Jussi Petersen zum 2:2 in der 59. Minute. Damit ging's in die Overtime, die dauerte gerademal 39 Sekunden. Dann war Eddy Homjakovs zur Stelle und drückte die Scheibe zum vielumjubelten 3:2 über die Linie.
Am Dienstag (20 Uhr) geht's in der Serie in Hannover weiter.
Mehr zu den GEFRO-Indians unter www.memmingen-indians.de.